„Eine turbulente Liebesgeschichte zum 10-Jahr-Jubiläum.“ titelte die Kleine Zeitung in ihrer Kritik zu unserer Interpretation vom IM WEIßEN RÖSSL. Zu unserem Jubiläum haben wir nach 2011 und 2012 ein allerletztes Mal (versprochen) den berühmten Stoff rund um Josepha Voglhuber und den Oberkellner Leopold aufgegriffen und in einer modernen, fetzigen Interpretation zur Aufführung gebracht. Auch diese Produktion, in der neben Lokalkolorit auch tages- und gesellschaftspolitische Themen behandelt wurden, wusste zu polarisieren und zu begeistern:
IM WEIßEN RÖSSL - WO DIE WELT NOCH HIMMELBLAU IST
Wir befinden uns im Jahre 2019 nach Christus. Ganz Europa ist vom Fortschritt und dem Kapitalismus geprägt. Ganz Europa? Nein! Im WEIßEN RÖSSL ist die Welt noch himmelblau. Hier steht die Zeit still, es wird mit Leib und Seele Schlager gesungen, Reindling und Kasnudln werden nach Urgroßmutters Rezept frisch zubereitet und in Tracht serviert.
Diese ewig gestrige Insel der Seligen wird gerne zur Erholung von Gästen aus ganz Europa heimgesucht. Etwa die erfolgsverwöhnte Karrierefrau Ottilie, die über Nacht ihren Job verliert, wird von ihrem Vater Herrn Giesecke überredet sich an dem Platz zu erholen, an welchem er Anno dazumal seine Frau kennenlernte. Im WEIßEN RÖSSL treffen die beiden auf die resche Wirtin Josepha Voglhuber, den verliebten Oberkellner Leopold, den tollpatschigen Piccolo Schorschi und auf allerlei seltsame Gäste wie den aalglatten Immobilienhai Sigismund oder auf ihren Ex-Verlobten Dr. Siedler. Ottilie bemerkt schnell, dass in dem Retro-Kleinod niemand wirklich Schlager mag. Was sie allerdings nicht sofort bemerkt: das WEIßE RÖSSL ist ein Marketingobjekt, eine Tourismusblase, in welcher der Piccolo neben seiner gastronomischen Tätigkeit mit allerlei Verkleidungen vortäuscht, dass sich etliche Gäste im Hotel tummeln. Auch sonst ist nicht alles alt, was altbacken Staub fängt…
Mit welchen Mitteln die Rösslwirtin ihre Gäste und Belegschaft bei Laune hält, wie Oberkellner Leopold Josephas Gunst gewinnen will, was der
schleimige Sigismund tatsächlich im Schilde führt und ob
VORSTELLUNGEN Klagenfurt 2019, Velden 2019, Wien 2019 ENSEMBLE Beate Gramer, Katarina Hartmann, Heinrich Baumgartner, Alexander M. Helmer, Sebastian Krawczynski, Wilhelm Prainsack REGIE Tamara Hattler, Katharina Mirk (Assistenz) TEXTBEARBEITUNG Tamara Hattler, Wilhelm Prainsack CHOREOGRAPHIE Beate Gramer GRAPHIC ARTWORK Simon Jappel LICHTDESIGN Nico Götzinger PRODUKTION Wilhelm Prainsack, Michaela Mayer | Fotos von Thomas Hude